Deine Taler heißen Tula
Erich Kästner bringt es westlich-effektiv und auch noch schön gereimt in zwei Zeilen auf den Punkt:
„Es gibt nichts Gutes
außer: Man tut es.“ Erich Kästner
Laozi liefert östlich-abgeklärt und ganz entspannt die Anleitung dazu:
„Eine Reise von tausend Meilen beginnt mit dem ersten Schritt.“ Laozi
Und logisch-analytisch raubt uns der Römer Seneca die letzte Entschuldigung:
„Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.“ Seneca
Also gleich loslegen? Die Antwort lautet wie so oft: „es kommt darauf an“, denn verantwortungsvoll handeln heißt, jeder Situation eine angemessene Antwort zu geben. Diese Antwort wird oft auch sein, es zu lassen, also gerade nichts zu tun.
Wir können was tun oder lassen. Letztlich gestalten wir unser ganzes Leben durch das, was wir tun und lassen. Stell dir Münzen vor. Die Währung heißt logischerweise „Tula“. Es gibt Münzen, auf denen ein „T“ für tun abgebildet ist, und solche, auf denen ein „L“ für lassen geprägt ist. Du hast einen Sack voller Tulas, in den du jederzeit greifen kannst.
Du kannst immer entscheiden, ob und für was du T-Münzen ausgibst, und etwas tust, oder ob du lieber L-Münzen benutzt, und es lässt. Das gilt für große Angelegenheiten ebenso wie für Kleinigkeiten. Du kannst entscheiden, ob du in dieses wichtige Projekt ganz viele T-Münzen investierst, und ebenso, ob du auf eine E-Mail sofort reagierst, oder ob du besser erst einmal mit einer L-Münze bezahlst und es lässt – und vielleicht darüber schläfst, bevor du die nächste Entscheidung fällst.
